Überblick zur Geldserie

Die in den Jahren 2014 und 2015 auf Flassbeck Economics / Makroskop veröffentlichte Geldserie lässt sich als Crashkurs zu wichtigen Fragen der Markoökonomie lesen. Sie umfasst 37 Artikel (PDF I bis PDF XXXVII). Hier alle Links und eine Übersicht der behandelten Themen:

Verlinkte BeiträgeInhalt
PDF I
PDF II
PDF III
PDF IV
Das Ende des Bretton Woods-Systems, der Monetarismus und die Ölpreiskrisen 1973 bzw. 1979/1980.
PDF V
PDF VI
PDF VII
PDF VIII
PDF IX
Geldangebot, Angebots- und Nachfragepolitik, flexible Wechselkurse, Währungskrisen in den neunziger Jahren
PDF X
PDF XI
PDF XII
PDF XIII
Alan Greenspan als Überwinder des Monetarismus, eine Konferenz über Hyman Minsky, der Goldstandard und das Vollgeld
PDF XIV
PDF XV
Regionalgeld, privates Geld und Bitcoin.
Was ist eigentlich Geld?
PDF XVI
PDF XVII
PDF XVIII
PDF XIX
PDF XX
PDF XXI
Der Zins
PDF XXII
PDF XXIII
PDF XXIV
Keynes und die Keynesianer.
Das IS/LM-Modell.
PDF XXV
PDF XXVI
Free Banking und Modern Monetary Theory (MMT)
PDF XXVII
PDF XXVIII
PDF XXIX
PDF XXX
Unsere eigene Auffassung zur Funktionsweise einer Geldwirtschaft
PDF XXXI
PDF XXXII
PDF XXXIII
PDF XXXIV
PDF XXXV
PDF XXXVI
PDF XXXVII
Schulden, Überschuldung, Nettoschulden und Bruttoschulden

Robert Misik im Interview mit Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker (Teil 2)

Im zweiten Teil sprechen wir mit Robert Misik vor allem über das Geldsystem und die Frage, wie die europäische Geldpolitik in der derzeitigen Deflationsphase zu beurteilen ist. Auch Helikoptergeld, Gold und andere Scheinlösungen für das Geldsystem kommen zur Sprache.

Unser Geldsystem XXX: Helikoptergeld

Viele Leser haben uns gebeten, im Rahmen unserer Geldserie zu dem derzeit vielfach diskutierten Helikoptergeld Stellung zu beziehen, also zu der Vorstellung, dass, wenn alle anderen Maßnahmen der Geldpolitik zur Deflationsbekämpfung fehlschlagen, die Zentralbank auch einfach Geld an die Bürger verteilen könnte, damit die mehr kaufen. Alternativ wird vorgeschlagen, dass die Zentralbank einfach auch selbst reale Güter kaufen könnte, um die Nachfrage auf den Märkten zu erhöhen und damit die Preisentwicklung wieder zu stabilisieren, d.h. weg von der Null (oder gar von unter null) in die positive Richtung zu hieven.

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Unser Geldsystem XXIX: Warum braucht man Entwicklung und Geld für die Entwicklung?

Viele Leser werden sich fragen, warum wir überhaupt auf der Vorstellung beharren, es müsse in einem marktwirtschaftlichen System Entwicklung, oder, wie es schlechter heißt, „Wachstum“ geben. Würde es nicht genügen, sich mit dem erreichten Wohlstandsniveau zufriedenzugeben und intensiv darüber nachzudenken, wie man das System auf diesem Niveau stabilisieren kann, ohne dass die Ungleichheit immer weiter zunimmt oder immer wieder neue Arbeitslosigkeit entsteht?

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Unser Geldsystem XXVIII: Wozu braucht man eigentlich einen Zins?

Wir haben schon in Teil XVI dieser Serie über das Geld gezeigt, dass der Zins weitgehend aus unserer Welt verschwunden ist. Betrachtet man – wie wir das damals getan haben (siehe Abbildung) – die (nominalen kurzfristigen) Zinsen in den drei wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt, ist unverkennbar, dass in den letzten Jahren in Europa und den USA und sehr viel länger schon in Japan ein deutlich über Null liegender Zins der Vergangenheit angehört.

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Unser Geldsystem XXVII: Das Papiergeld, wirtschaftliche Entwicklung und die Regulierung des Finanzsektors

Es ist höchste Zeit, in unserer Serie über das Geld zu unserer eigenen Position zu kommen und sie zur Diskussion zu stellen. Wie man schon in den bisherigen Teilen gesehen hat, passen wir in keines der gebräuchlichen Schemata, weil unsere Auffassung davon, wie eine Geldwirtschaft funktioniert, an zentralen Punkten von den am meisten verbreiteten Vorstellungen abweicht. Natürlich gibt es auch Schnittmengen mit den schon vorhandenen Theorien, aber es gibt kein zusammenhängendes und in unseren Augen konsistentes Modell, mit dem wir uns vollständig identifizieren können.

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Unser Geldsystem XVII: Der Zins (2)

Im ersten Teil zu den Zinsen haben wir gesehen, wie eng miteinander verbunden die Zyklen der Zinsen über die großen Wirtschaftsräumen USA, Europa und Japan hinweg sind. Wie aber ist es mit dem Einfluss des Marktgeschehens auf den Zins? Bestimmen Angebot und Nachfrage nach Kapital bzw. Geld die Zinsen und welche Rolle spielt dabei die Notenbank? Erleben wir gerade eine historische Wende in der Geldpolitik aller großen Wirtschaftsregionen?

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Unser Geldsystem XV: Was ist eigentlich Geld?

Ein Leser bemerkt zu einem unserer Artikel im Zusammenhang mit Sparen und Verschulden, es sei doch eine, wenn auch weit verbreitete Fiktion zu glauben, unsere Banknoten stellten eine Forderung gegenüber der Zentralbank dar. Diese Fiktion stamme wohl aus Zeiten des Goldstandards, als man von der Zentralbank tatsächlich den Umtausch von Geldscheinen in Gold verlangen konnte. Der Leser meint, wenn Geld überhaupt eine Art Forderung darstelle, dann nur eine „gegen den Markt“, weil man nur dort etwas eintauschen, etwas kaufen könne. Diese Frage ist sicher von allgemeinem Interesse für unsere Leser und passt sehr gut in unsere Serie über das Geldsystem. Wir werden in den abschließenden Folgen unsere eigene Auffassung, was Geld eigentlich ist und welche Rolle es im Rahmen einer monetären Marktwirtschaft gegenüber der Realwirtschaft spielt und spielen sollte, klarer darlegen und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen daraus ziehen.

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Unser Geldsystem IX: die neunziger Jahre, das Jahrzehnt der Währungskrisen

Mit dem Ende der Ecukrise von 1992 begann ein Jahrzehnt der Währungskrisen, das es in sich hatte. Wie bei einem Lauffeuer bildeten sich über die ganze Welt verteilt immer neue Krisenherde. Es schien schon damals nur eine Frage der Zeit zu sein, bis das ganze fragile Gebäude in sich zusammenkrachen würde. Mexiko im Jahr 1994 folgte auf Europa 1992, dann kam Asien 1996, Osteuropa und Russland folgten kurz danach und Lateinamerika brannte von 1999 bis 2001. Auch während der großen Finanzkrise 2008 und 2009 gab es Währungskrisen, bei denen Brasilien, Island und Ungarn die wichtigsten Opfer waren.

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Unser Geldsystem VIII: Die große Krise von 1992 und was man daraus für den Euro hätte lernen können

Als die achtziger Jahre zu Ende gingen, waren die Menschen in einer Reihe von Ländern in Europa und der westlichen Welt davon überzeugt, dass die Flexibilität der Wechselkurse zu erheblichen Problemen führen könnte. Die massive Aufwertung des US-Dollars und die Tatsache, dass diese Aufwertung in einer konzertierten Aktion der großen Industrieländer korrigiert werden musste (im sogenannten Plaza-Accord vom September 1985), hatten doch Zweifel an der Fähigkeit der Märkte geweckt, den richtigen Wechselkurs zu finden. Hinzu kam, dass die deutschen Gewerkschaften mit ihrer Reaktion auf die zweite Ölpreisexplosion von 1979 einen weit besseren Weg als Frankreich und Italien gefunden hatten, um Stabilität der Preise mit Wachstum zu verbinden. Daher wurde das Interesse von vielen Seiten größer, dem Ende der siebziger Jahre (von Helmut Schmidt und Valerie Giscard d’Estaing) ins Leben gerufenen Europäischen Währungssystem (EWS) beizutreten und von der Stabilität Deutschlands, das unwidersprochen der Anker dieses Systems war, zu profitieren.

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